Biografien

Die Texte in diesem Abschnitt sind keine klassischen Lebensläufe. Sie sind Annäherungen.

Die Biografien beschreiben, wie sich eine fotografische Haltung gebildet hat: über Zeit, über Umwege, über Wiederholung. Sie erzählen nicht von Karrieren oder Erfolgen, sondern von Arbeitsweisen, Prägungen und Entscheidungen, die oft erst im Rückblick sichtbar werden.

Im Mittelpunkt stehen nicht Ereignisse, sondern Entwicklungen. Wann jemand zur Fotografie gefunden hat – und warum oft spät. Welche Umgebung, welche Arbeit, welche Routinen das Sehen geprägt haben. Wie sich ein Blick verändert, verlangsamt oder zuspitzt.

Die Biografien sind Teil des Archivs, weil sie erklären, woher eine Stimme kommt, ohne festzulegen, wohin sie muss. Sie liefern Kontext, keinen Abschluss. Sie helfen, die Arbeiten zu lesen, ohne sie zu erklären.

Alles, was hier steht, ist bewusst zurückhaltend gehalten. Nicht alles ist gesagt. Nicht alles ist eindeutig.

Die Biografien sind kein Fundament, sondern ein Hintergrund. Sie stehen neben den Bildern, neben den Texten, neben den Gesprächen – als leise Hinweise darauf, wie ein bestimmtes Sehen entstanden ist.

Alle Fotografen sind fiktive Personen diese künstlerischen Projektes.