Fenster

Das Bild zeigt ein einzelnes Fenster in einer Wand. Der Rahmen ist dunkel und leicht abgenutzt. Unterhalb liegt ein schmaler Sims, der das Fenster vom Mauerwerk trennt.

Hinter der Scheibe ist kein Innenraum sichtbar. Die Öffnung ist mit hellen Steinen verschlossen. Das Fenster bleibt als Form erhalten, seine Funktion ist aufgehoben.

Die Wand zeigt Spuren von Alterung. Putz löst sich. Feine Linien und Risse verlaufen ungerichtet über die Fläche. Unterschiedliche Farbtöne weisen auf frühere Zustände hin.

Das Bild ist ruhig aufgebaut. Die zentrale Platzierung des Fensters ordnet den Blick, ohne ihn festzulegen. Es beschreibt einen Zustand des Verschließens und ein Weiterbestehen der Form.

Dieses Bild kann im Archiv der leisen Dinge stehen für ein Sichtbarwerden von Veränderung im Material und für das Fortbestehen einer Struktur, die ihre ursprüngliche Nutzung verloren hat.